I followed my heart and it led me to the beach....

Cartagena

 

Auf nach Cartagena. Hier gibt es außerhalb der Stadt einen Wohnmobilstellplatz mit Busanbindung in die Innenstadt, die Area de autocaravanas Cartagena, auch hier ist es gut besucht. Sehr nette Stellplatzbetreiber erklären, wie man mit dem Bus in die Innenstadt gelangt. Man muß ein Stückchen laufen bis zur Bushaltestelle. Der Platz an sich hat Duschen und auch Waschmaschine. Denn auch hier wird überwintert.

 

Cartagena schauen wir uns am nächsten Tag an.

Eine sehr interessante Geschichte hat diese Stadt. wr mehr darüber erfahren will: Wikipedia weiß alles.

 

Immer wieder schön sind diese Busfahrten von einem Außenbezirk in eine Stadt, man bekommt schon viel zu sehen abseits der Touristenstrecken, so mitten drin im spanischen Alltag. Cartagena beeindruckt durch imposante Bauten und, wie gesagt durch seine Geschichte.

 

Das Wetter meint es gut mit uns. Am Hafen angekommen, werden wir aufmerksam auf einen Katamaran, der Touristen mitnimmt und gleich starten wird. Das machen wir doch mal mit. So sehen wir die Stadt einmal von der Seeseite, so wie die Seefahrer früher von ihren Schiffen aus. Gemächlich dümpeln wir dahin....sehr, sehr schön.

 


 

Nächster Anlaufpunkt: Torrevieja. Dort wartet ein Kunde auf Reiner, extra aus Deutschland angereist ist er. Kein anderer darf an die Satellitenanlage auf seiner Yacht sagt er. Ohne Straßenschuhe natürlich, die müssen draußen bleiben...

 

Nachdem Reiner die Reparatur fertig hat, wollen wir eigentlich weiter zu lieben alten Bekannten, die auch in Torrevieja wohnen. Aber zuerst läßt es sich der alte Herr nicht nehmen uns zum Essen einzuladen. In sein Lieblingsrestaurant. Bekannt ist er hier. Ein richtiger Firmen-und Familienpatriarch der alten Schule.....Es wird so gemacht, wie ich es will und nicht anders. Ein sehr, sehr lieber Mensch.

 

Wir fahren anschließend zu den alten Bekannten. Es ist ein tolles Gefühl für mich, sie mal wieder zu sehen. Die Eltern meiner besten Freundin aus meiner El Paso Zeit, sowie die “Freundin”, zu der leider überhaupt kein Draht mehr besteht....kühl und distanziert....komisch, einige Menschen begleiten uns eben nur ein Stück des Weges.

 

Nachdem wir bei besagter Freundin im Geschäft waren, fahren wir zurück zu ihren Eltern. Hier ein Gefühl wie “nach Hause kommen”. Die zwei sind auch mit dem Wohnmobil unterwegs, im Winter meist in Marokko, haben ihr Haus in Deutschland verkauft und wohnen jetzt in Torrevieja. Dorle und Wolle haben 2 Jahre meines Lebens mitgemacht, mit Horsefarm und allen Pubertäts- ups and downs, die ich damals hatte, bei meinem großen Bruder wohnend...nachdem ich damals Hals- über Kopf Deutschland Richtung Amerika verlassen mußte.......aber das wäre dann auch wieder eine andere Geschichte.....

 

Eigentlich hängt hier sogar noch eine andere Geschichte dran, die von 2003, als wir unsere Zelte in Deutschland abgebrochen hatten und eigentlich in Spanien irgendwas aufbauen wollten....da sind wir auch bei den beiden gewesen....und viele Ideen gehabt. Was soll ich sagen....Es gibt so viel zu erzählen.....Zeit für mein Buch...

 

Wir übernachten bei ihnen vorm Haus in der “Urbanizacion”.

 

Nach 2 schönen Tagen bei der alten “family” beginnt die Zeit zu drücken und wir wollen uns einen Platz am Wasser suchen.....

 


Xabia - Javea

 

Das Überwinterer Paradies ist erreicht....

Hier bekommen wir das Überwinterer Drama voll zu spüren. Alle Campings sind voll, keine Chance drauf zu kommen, die Wohnmobilstellplätze ebenfalls. Vor vielen Jahren war es hier noch nicht so Ghetto-artig angelegt. Aber aufgrund der Vielzahl der Neucamper wird es immer schlimmer...

In Moraira, abseits des Strandes finden wir noch einen Camping für eine Nacht, mitten im Pinienwald.

Da Javea nicht weit weg ist, beschließen wir, es dort zu versuchen am nächsten Tag.

 

Der erste Camping, den wir ansteuern...was soll ich sagen, richtig:VOLL!!!

 

Der zweite Camping, ”El Naranjal”, hat noch freie Plätze und ist zudem auch viel schöner und dichter am Ort. Wir richten uns häuslich ein, es ist warm und so genießen wir die Sonne draußen vor dem Wohnmobil.

 

Auch hier weiß ich nicht mehr genau, ob wir 2 oder 3 Nächte hier waren, aber auf jeden Fall ist Javea (Xabia) sehr schön, einer der Orte, wo man sich irgendwie gut aufgehoben fühlt.

Good vibrations.

So ein "Home-of-the-heart-Ort"...

 


Weiter Richtung Norden - entlang der Touriroute....

 

Auch hier müssen wir schweren Herzens wieder Abschied nehmen (mit Pipi in den Augen). Nützt ja nix, die Zeit läuft. Wo fahren wir zurück? Durchs Binnenland und über die Pyrenäen über Pau (in den Bergen war Schneefall zu erwarten) oder aber an der Küste weiter durch Frankreich, dann entweder über Toulouse oder aber durch die Berge und einmal über das Viaduc-du-Milau...Für Barcelona reicht es eh nicht mehr, das werden wir auf ein ander Mal verschieben müssen.

Also heading north. Aber auch hier...alles voll ...das ist nicht unsere Welt, daher noch eine Übernachtung in Pineda del Mar auf einem Stellplatz im Wohngebiet. Zum Glück. Die Küste hier ist gekennzeichnet durch die Bahnstrecke vor dem Strand. Will man ans Wasser, muß man erst über oder unter den Schienen durch, die Strecke ist elektrifiziert und verschandelt die Aussicht. Vom Lärm ganz zu schweigen. Für uns unbegreiflich, wie manche hier in dieser Gegend ihren Sommerurlaub verbringen können.....

Eigentlich ist es jetzt auch genug mit den spanischen Urlauberghettos an der Costa Blanca...

 

Vielleicht gibt es ja noch einen freien schönen Platz am Wasser in Frankreich.

Frankreich ruft. Deutlich zu hören.

Dort kann man ans Wasser ohne Bahnlinie dazwischen. So schön Spanien an einigen Stellen ist.....genug ist´s und wir wollen “Savoir vivre” in Frankreich. Als erstes wird natürlich ein Supermarkt angefahren. Ich gebe zu, ich bin Supermarkt-Junkie in Frankreich. So schön die kleinen Märkte draußen auch sind....Supermarkt muß auch mal sein...


 

Gruissan wird angefahren, einige Plätze haben hier schon geschlossen, wir fahren nach Fleury, wo wir auf einen Wohnmobilstellplatz in St. Pierre de la Mer an einem Bassin dicht am Meer übernachten. Der Camping Municipal nebenan hat leider geschlossen. Wir stehen hier fast allein, mitten in derNatur. Herrlich, gar kein Vergleich mit den Plätzen im Norden Spaniens. Strandspaziergang, dick eingemummelt, es ist hier schon etwas kälter. Ich grase noch ein paar Steine und Treibholz und bekomme einen Mini-Seestern von einem netten Franzosen geschenkt.

 

Am nächsten Tag müssen wir wieder weiter. Weg vom Meer, mein Herz blutet. Ein Ende der Reise ist in Sicht.

 


Über den Wolken- Viaduc du Milau

 

Wir haben uns für den Weg über Milau entschieden. Dort ist eine Autobahn und Schnee soll es dort auch noch nicht geben. Wohl ist schlechtes Wetter angesagt. So starten wir....und es wird neblig und nieselig. Man sieht so gut wie nichts.

 

Das kann ja heiter werden. Berge, Nebel.....igitt.

 

 

Wir kriechen den Berg hinauf...

 

a: wg. Nebel,

 

b: wg. doch ziemlich steil hier....

 


Nach dem langen Tunnel - ich war schon ganz traurig – (da fährt man hier lang wegen der Brücke und Aussicht und überhaupt...und es es Mistwetter mit Null Sicht) ist das Wetter besser, die Wolken sind an den Bergen hängen geblieben.

Die Brücke strahlt in der Sonne. Ziemlich hoch liegt sie über dem Gorge du Tarn.

Schon beeindruckend das Teil, aber wer die “Pont-de Normandie” kennt.....Die ist und bleibt meine Lieblingsbrücke......obwohl die in Lissabon ist ja auch ganz schön und dann noch......achja, was sind wir doch reich an Eindrücken und Erinnerungen.

Das Departement Aveyron und den Gorges du Tarn zu erkunden ist sicher auch noch mal eine Reise wert. Viel Geschichte hier...man gut, daß wir kein deutsches Kennzeichen haben...

 

Die obligatorischen Fotos gemacht und weiter gehts.


Über das Zentralmassiv nach Bourges

 

Das Zentralmassiv zur linken Hand ist schneebedeckt. Was für eine einmalige Landschaft.

 

 

Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, Strecke machen ist angesagt, bis Bourges, um hier die Kathedrale an zu schauen. Der Stellplatz liegt direkt nan einer Straße, ist ein Parkplatz, es fängt wieder an zu regnen und ist ziemlich frisch. da werden wir uns wieder dran gewöhnen müssen.

Daher dicke Klamotten an, kurz in die Stadt, ab in die Kathedrale, da ist es trocken.

Beeindruckend ist sie schon, mit ihren Säulen. Man fühlt sich in die Zeit der Dombaumeister zurückversetzt. Was mögen sich hier für Schicksale ereignet haben beim Bau und rundherum....Man fühlt die Geschichte.


Briare

 

Nächster Stop: Briare.

 

Der Kanal über die Loire. Hier kann man direkt an der Loire übernachten.

Ich habe wieder Pipi in den Augen. Irgendwie habe ich an der Loire so dieses “alles paßt” Gefühl. Endlich wieder an meinem Lieblingsfluß. Im Regen. Wir gehen noch kurz in den kleinen Ort, ich schaue mir Häuser an, die beim Makler aushängen...und da ist es.....das wäre meins....sofort verliebt.Träumen darf man ja.

Am nächsten morgen muß es weiter gehen. Die Sonne lacht und ich muß unbedingt nochmal auf die Brücke mit Kanal über die Loire. Ein Boot passiert, es steigt jemand ein, der Baguette gekauft hat. Eine Französin spricht mich an, sie joggt hier. Ich gebe ihr zu verstehen, daß es hier sooooo wunderschön ist und sie antwortet, das sie hier wohnt und so glücklich ist, das sie diesen Ausblick jeden Tag geniessen darf!!!!

Bonne journee, Madame!!! Ich muß zurück, Reiner hat Borsti schon angeschmissen und wartet. Hier vergieße ich wieder einmal ganz viele Tränen beim Abschied von diesem Herzensort....bis weit hinter Briare.....

Die Reise geht dem Ende entgegen, man kann das Hamsterrad schon wittern...


Back to the Hamsterrad....it´s raining again...

 

 

Das Wetter wird schlechter und schlechter, noch eine Übernachtung ín Thieux in Belgien am Kanal.

 

Der Himmel weint und mein Zigeunerherz auch.

 

Ganz doll weh tut es...Abschied zu nehmen vom Zigeunerleben mit Freiheit und Horizonten.

 

 

Auf geht es zurück ins Hamsterrad am folgenden Tag.

 


 

Das Fazit dieser Reise:

 



 

Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit und des Glücks.

Viele halten uns für verrückt. Mal eben eine Rundreise um zu messen....am Rande des Footprints von Astra 3. Im Dienste der Kunden, die wir bestmöglich beraten wollen, aber natürlich auch mit einer gehörigen Portion Fernweh und Abenteuerlust. Es fehlen noch Momente für die Sammlung...

So viele Eindrücke in kurzer Zeit, so viele Momente zum Erinnern.

 

 

Portugal ist ein einzigartiges Land, an der Atlantikküste rauh und wild, die Menschen offen und nett. Die Algarveküste schön, aber zu touristisch...

Spanien: Galizien, ebenso eine Küste, die rauh und wild ist, aber so viel schöner als die Touristenhochburgen im Norden Spaniens an der Costa Blanca und wie sie dann alle heißen.

Spanien.....das ist für mich auch und vor allem Andalusien, die Lebensfreude der Menschen dort, das Klima, die Landschaft....das paßt, man kann sich so mit treiben lassen.

 

 

Irgendwann, so ca. nach 2 ½ Wochen, realisiert man, daß man noch nicht mal die Hälfte des Urlaubs rum hat und beginnt zeitlos zu leben. Natürlich nicht ohne das Datum aus den Augen zu verlieren, lediglich vergißt man dann, welcher Tag eigentlich ist, weil es einfach nicht wichtig ist.

Daher kann es auch sein, daß ich mich mit einigen Aufenthaltsdauern vertan habe....wenn man nicht alles aufschreibt....bin nur bis ca. Albufeira gekommen, danach alles im Kopf abgespeichert für späteren Abruf....

 

 

Wir sind wieder um so vieles reicher geworden auf dieser Reise.

 

 

Collecting moments – not things... achja....und Meßdaten.... ;)

 

Fazit: