La Línea de la Concepción - Gibraltar

 

Gibraltar ist das nächste Etappenziel.

 

Da man nicht direkt auf “the rock” übernachten kann, schlagen wir unsere Zelte auf dem Wohnmobilstellplatz in La Línea de la Concepción auf.

Es gibt dort 2 Plätze, einmal auf einem Mix-Parking und dann den an der Marina, mit Flugplatz direkt dahinter und direkter Sicht auf den Felsen. Reiner testet und ich gehe mal Wäsche waschen, da es hier Waschmaschinen gibt. Spannend. Alle haben irgendwie diesebe Idee und so muß man dann aufpassen, wie lange noch der Rest der Waschzeit ist und im richtigen Moment durch den Regen hasten.....weil ich aber nicht die Einzige bin mit dieser Idee, wird es doch ganz lustig

 


zu warten und sich mit Händen und Füßen zu unterhalten , Spanierin, Französin, eine Engländerin und eine Belgierin....und ich. So bekommt man auch gleich die Technik erklärt. Am nächsten Tag geht es dann zu den Inselaffen ( :) ).

 

Die Sonne meint es gut mit uns, die Fahrräder werden klar gemacht und los geht es. Tatsächlich müssen wir an der Spanisch-Britischen Grenze unsere Ausweise vorzeigen.....

 

Um auf den Felsen zu gelangen, muß man die Start- und Landebahn des Flughafens überqueren. Wenn ein Flieger startet oder landet, wird die Straße dicht gemacht und alles muß warten. Kommen aber nur so 3 bis 4 Flieger pro Tag.

 

Das radfahren hier lebensgefährlich ist, merken wir schnell, daher schieben wir ein Stück und frühstücken erstmal. Ein englisches Frühstück mit baked beans, sausages und allem was dazu gehört. Hier wird Englisch gesprochen. Immer wieder seltsam , wenn man so über so eine Landesgrenze kommt.

 

Aber irgendwie ganz gemütlich hier.

 

 

Also geht es Richtung Affenfelsen. Da muß man ja einmal gewesen sein. Eine Kabelbahn fährt auf den Gipfel, von wo aus man die 9km (glaube ich) abwandern kann. Unten an der Bahn stehen aber auch kleine Vans, die Fahrer sprechen uns an. Erläutern plausibel, daß ihre Fahrt die bessere Lösung ist. Man wird zu den einzelnen “Attraktionen” gefahren. Alles im Preis, auch der Eintritt, inbegriffen. Weil wir ja nun mal nicht so die großen Wanderratten sind, entscheiden wir uns für diese Lösung.

 

Über schmalste Wege schrauben wir uns hoch. Die Aussicht hier ist einmalig. Afrika in Sicht und die Meerenge von Gibraltar mit den ganzen Schiffen......a Woansinn is des!!!!

Die Affen scheinen alle unten im Ort zu sein, nur wenige posieren für uns. Taschen lassen wir im Bus, um Diskussionen mit den Äffchen zu vermeiden....

Die Mülleimer sollten eigentlich affensicher sein, aber kleine Exemplare passen doch durch die Klappe. Teamwork können wir beobachten, ein Lütter schlüpft rein und ein großer versucht im die Beute (Kekse) ab zu nehmen.....

 

Wieder heil unten an gekommen, verstehen wir jetzt, warum die Fenster hier vergittert sind......wegen der behaarten Besucher.

Noch schnell zollfrei eingekauft.

Da die Sonne es immer noch gut mit uns meint, setzen wir uns auf den “Marktplatz” und genießen noch ein Bierchen in der Sonne......alles in allem ein wirklich gelungener Tag.

 

Auf dem Weg zurück wird die Straße gesperrt. Ein Flugzeug landet. Wow....auf der kurzen Landebahn ein Kunststück. Ein Schauspiel der besonderen Art. Unmengen an Fußgängern, Autos, Scootern und Fahhrädern “häufen” sich an. Flieger landet, dreht um, fährt vors Terminal, Schranke geht auf und wir gehen in Deckung. Da der Menschenstrom aber nicht endet, stürzen wir uns auch ins Getümmel und kommen ohne Kontrolle über die Grenze.

 




Torre de Bengalbon

 

Am nächsten Tag muß es wieder weiter gehen. Richtung Malaga. So in etwa. Es gäbe hier noch so viel zu schauen entlang der Küste, aber es muß zügig weiter gehen. Marbella und Torremolinos lassen wir rechts liegen und fahren zur Übernachtung einen Stellplatz in Torre de Benalgabon an. Erstmal einkaufen....der Parkplatz voll mit Wohnmobilen....Wir entschließen uns, auf einen Stellplatz mitten in einem Wohngebiet zu fahren. Auch hier ist es brechend voll mit Überwinterern. Kaum zu glauben. Die Stellplatzbetreiber sind sehr nett und informieren gründlich. Ein kleiner Laden ist angeschlossen, wir trinken in der warmen Sonne vor den Laden ein Bier. Sind aber die Einzigen. Der normale Überwinterer trinkt lieber das bei LIDL gekaufte Getränk vor seinem Wohnmobil....jeder wie er mag....

 

Von hier aus könnte man mit dem Bus nach Malaga fahren, wir denken darüber nach, aber die Zeit dränft. Vielleicht können wir später dafür noch ein paar Tage Barcelona machen. Mal sehen...

 

Der Ort ist wirklich nicht besonders schön, alles hat geschlossen am Wasser. Es gibt hier auch irgendwie keine Lokale mit Meersicht. Macht nix, wir wollen ja doch weiter.

 



Richtung Plastikland - Über Berg und Tal...dank Elsbeth

 

Wir starten am nächsten Tag ohne festes Ziel, Richtung Norden, Nähe Almeria. Ins Plastikland. Das Land der Plastikgewächshäuser. Aber erstmal muß man dorthin kommen. Entlang der Küstenstraße und durchs Gebirge leitet uns Elsbeth.....wenn das mal alles so richtig ist. Jetzt ne richtige Landkarte, das wäre was.....

 

Nun denn, wir genießen die Aussichten, die Orangen an den Bäumen und die beginnende Mandelblüte....

 


 

Nach dieser Berg- und Talfahrt wollen wir doch mal 2 Tage ausruhen. Ziel wird der Campirg “Mar Azul” in Balerma. Mitten drin im Plastikland. Hier sind überall rechts und links de Straße nur Plastiktunnel zu sehen. Alles nur, damit Deutschland und der Rest von Europa auch im Winter Tomaten genießen kann.....

 

Der Campingselbst ist ganz neu, hinter einer Tomatenplastikzeltplantage gelegen, mit Sicht auf die Sierra Nevada. Von den Plastikzelten sieht man hier nichts, zum Glück. Auch dieser Platz steht voll mit Überwinterern, riesige Wohnmobile zum Teil, mit fest installierter 1,50m Schüssel draußen aufgebaut. Anders haben die Engländer hier keinen Empfang. Wir richten uns ein, sitzen noch ein wenig in der Sonne und gehen zum Strand. Abend gegessen wird im angeschlossenen Restaurant.

 

Hier können wir draußen frühstücken, mit frischem Brot vom Camping. Kurzärmlig in der Sonne frühstücken, mitten im Januar. Man kann die Überwinterer schon verstehen. Das Licht ist hier ganz anders und selbst wenn es mal kalt wird....so schietig kalt wie in Deutschland oder Holland wird es hier nicht....Gut für Leib und Seele.

 

Nach 2 Übernachtungen (oder 3 ??) geht es erholt weiter. Wir haben als Ziel Mazarron, da sind wir vor vielen Jahren mal gewesen.....während unserer Auszeit...aber das wäre dann eine andere Geschichte.


Mazarrón - In the Ghetto...

 

Der Camping, Playa de Mazarron, den wir anfahren wollen, wird als sehr gut bewertet. Die Bilder sehen eigentlich auch ganz gut aus. Unterwegs sehen wir viele Plätze direkt am Wasser mit Wildcamper Ghettos. Sie werden geduldet, aber einige dieser Plätze werden regelmäßig geräumt. Irgendwo müssen die Menschen ja ihre Toiletten und Abwässer entsorgen.....das geschiet leider allzu häufig irgendwo in der Pampas....

 

Wir haben Glück (!?) und ergattern einen der letzten paar freien Plätze.....von 659...

 

Alle Plätze haben hier im Sommer Matten als Sonnenschutz, die im Winter allerdings aufgerollt werden. Schon beim Auffahren befällt uns ein merkwürdiges Gefühl. Es gibt hier richtige Straßen geordnet nach Nationalität. Viele bestehen nur aus schwedischen Wohnmobilen, dann wieder gibt es rein britische oder aber auch deutsche Straßen usw. Alle nett mit grünem “Teppich” davor, einige sozusagen eingezäunt oder mit Windschutz versehen. Blumenkübel....fehlen bloß noch die Gartenzwerge.

 

Überwinterer Idylle im Ghetto. So kommt uns dieser Platz zumindest vor. Wir bekommen einen Platz in einer von Briten bewohnten Straße und werden erst einmal mißtrauisch beäugt. So ein altes Wohnmobil...und dann 3 Satellitenanlagen auf dem Dach. Zu allem Übel auch kein grüner Teppich..... Sehr, sehr suspekt.

Wir holen 2 grüne Bierdosen und trinken sie draußen. Auch suspekt, alle sitzen drinnen oder in ihren Vorzelten. Zumindest haben wir versucht, auch dazu zu gehören. Aber grün ist scheinbar nicht gleich grün :)

 

Der Strand muß erwandert werden. Allerdings ist der Spazierweg, der rings um den Platz führt, auch das öffentliche Hundeklo der Campingplatzbewohner, ebenso wie der Strand.....dat is nix für uns. Eine Übernachtung reicht uns hier, nix wie weg am nächsten Tag.