Weiter geht es in Andalusien - für mich das wahre Spanien. Mit Lebensfreude auf Fiestas am Wochenende und und und....

Der Spruch auf dem Bild der Viaduc du Milau beschreibt sehr gut, wobei es bei einer Reise eigentlich geht.....


 

Wir überqueren den Grenz nach Spanien. Borsti müffelt vor sich hin. Auf einmal ein Schlag nebst Qualmwolke aus dem Motorraum.

Herzstillstand. Bei uns und auch bei Borsti. Pannendienst anrufen, wir werden in eine Werkstatt geschleppt, Borsti huckepack auf dem Abschlepper. Der Riemen von der Unterdruckpumpe ist verschmurgelt, da die Pumpe festgelaufen ist. Der Werkstattchef holt eine neue alte vom Schrottplatz, braucht ein wenig um alles fertig zu kriegen....und zwischendurch bedeutet man uns (16.00) das jetzt 1 Stunde Pause ist. Alle Kunden warten geduldig, bis das Rolltor wieder aufgeht, was sollen sie auch sonst machen.

 


Irgendwann sind wir dann auch fertig, bezahlen ca. 40 € und fahren weiter. Bis nach Sevilla. Gerade noch rechtzeitig vor Toresschluß um 22.00 Uhr checken wir auf dem Stellplatz nahe der Altstadt ein. Gemessen wird heute definitiv nicht mehr...


Sevilla Olé

 

Sevilla will erkundet werden, mit den Rädern geht es los Richtung Stadt. Wir müssen feststellen, daß die Fahrrad-Infrastruktur hier etwas zu wünschen übrig läßt. Hier nimmt keiner Rücksicht und irgendwie haben wir teilweise ein ungutes Gefühl....

Zuerst geht es zum Plaza de la Espana, der zur Weltaustellung gebaut wurde.

 

 

 

Es herscht eine tolle Stimmung hier, ein Musikant nutzt die Akustik der Rundbögen zum Gitarre spielen....Gänsehaut.

 

Einer dieser unbezahlbaren Momente.....eine kostbare Erinnerung.



 

Ein Muß ist die Kathedrale.....ein magischer Moment, als wir sie betreten. Musik spielt und man erfährt am ganzen Körper die besondere Stimmung dieses Ortes. Ich habe Tränen in den Augen und Gänsehaut. Ja...so soll es sein. Viele Kathedralen haben dieses “it´s magic”, diesen mystischen Moment, der einen so gefangen nimmt nicht mehr, aber hier trifft er uns mit voller Wucht. Gold und Prunk ohne Ende, der Sarg von Christopher Columbus, die Giralda....

Ein Teil der Fotos ist aus einer noch anderen Kirche....den Namen muß ich noch wieder herausfinden.....aber genauso prunkvoll wie die Kathedrale mit ebensolcher Stimmung und Prunk....

Wenn man bedenkt, wie reich die katholische Kirche war und auf welche Art und Weise sie zu diesem Reichtum gelangte...aber das ist wohl eine andere Geschichte und da wollen wir im Moment nicht dran denken...nur genießen!

 




 

 

 

Weiter geht es in die Innenstadt, wo “Fiesta” ist...

 

In den Gassen Flamencoschulen. Wir genießen die Aussicht auf das bunte Treiben in einem der zahlreichen Straßencafes und trinken Sangria mit frischen Orangen und dazu Tapas.

 

Sollen wir noch einen Tag bleiben?? Der Weg ist noch lang, es muß weiter gehen. Am nächsten Morgen fahren wir zum weiter  Rictung Cadiz und Tarifa, dem südlichsten Punkt Spaniens.

 



Cadiz

 

Dieser Landstrich soll ja die windigste Ecke von Spanien sein. Ein Surferparadies. Stimmt, der Wind weht hart und hier gibt es jede Menge Windräder. Der Sturm in Schleswig-Holstein ist ne Lachnummer gegen die hier vorherrschenden normalen Winde...Aber es gilt Cadiz zu erobern. Wir parken auf dem Parkplatz mit Wohnmobilstellplatz in Cadiz und ab geht es in die Stadt. Ganz schön voll hier.

Die Straßen sind voll mit Menschen, Straßenmusikanten bieten ihre Künste dar, gegaarte Seeigel , getrockneter Thunfisch usw. werden von der Bevölkerung angeboten. In Deutschland undenkbar.....mein Gott, die Hygienevorschriften....

 

So ein Gewusel habe ich noch nie erlebt, Lärm ….sagen wir besser: Andalusische Lebensfreude. Herrlich! Hier lebt man.…..

Als es anfängt zu tröpfeln, wird alles schnell eingepackt und zurück bleibt ein Riesenmüllberg, der überall verteilt auf den Plätzen liegt, Bierflaschen, Weinflachen, Seeigelreste usw. Das scheint aber normal zu sein, die Straßenreinigung beginnt sofort mit der Säuberungsaktion.

 

Cadiz zum Übernachten...nööö. Geht garnicht.

Übernachten wir lieber in El Puerto de Santa Maria. Ein schöner Platz direkt am Fluß.

Wir wollen lecker essen gehen. Also mal eben über die Brücke und in eins der zahlreichen Restaurants.

Nun denn...wieder was gelernt. Sonntag abends sind die meisten Lokale dicht. Vermutlich wg. Fiesta das ganze Wochenende....Zum Glück finden wir noch ein einziges Restaurant, daß offen ist. Wunderschöne Fliesen und lecker Essen. Schade, daß wir nicht mehr so viel zuladen können....sonst hätte ich noch mal shoppen müssen...Fliesen.



Tarifa....vom Winde verweht.

 

Tarifa ist für seine starken Winde bekannt und deshalb auch bei Surfern so beliebt. Alles steht voll Windräder in den Bergen. Der Wind im Norden ist nüscht gegen diese Windkraft hier...mal gut, das Borsti nicht so hoch ist, sonst würde es noch heftiger zur Sache gehen.

 

In Tarifa parken wir und gehen zu Fuß in die Stadt. Von hier aus fahren die Fähren Richtung Marokko, überall wo man steht, bekommt man Reklame der Fährgesellschaften hinter die Scheibenwischer geklemmt. Wir überlegen kurz, ob man nicht doch kurz mal den nordafrikanischen Kontinent besucht. Wir belassen es dann aber doch bei einem Blick “ans andere Ufer”. Afrika kann man von hier aus sehen.....

 

Der maurische Einfluß wird spürbar, die Architektur der Häuser verändert sich. Wunderschöne Eindrücke...und doch muß es weiter gehen.


 

 

 

 

Marokko in Sichtweite.

Aber dahin werden wir wohl noch ein

anderes Mal fahren....