"Lotte"

 

Unser gemeinsamer Neuanfang, ein VW Bus von dem leider kein Foto mehr existiert.

 

Lotte hat uns überall fast ohne Zicken hingebracht, uns nur einmal einen Herzstillstand verursacht, als (da konnte sie nun wirklich nix dafür!) sich die Bremsen bei der bergabstrecke auf der Großglocknerhochalpenstraße bis zum Anschlag durchtreten ließen!

 

Ansonsten haben wir mit ihr wunderschöne Zeiten auch auf kleinstem Raum erlebt.

 

Lotte hat uns bevorzugt auf unsere Lieblingsinsel -Römö- gebracht, da wir zu diesem Zeitpunkt

 

noch echte Holsteiner waren...

 

Mit eigenem Betrieb und allem, was so dazugehört (dachten wir!),

 

Sonnenuntergänge an der Westküste in Dänemark, DJ Bobo, Pur, Brian Adams (sorry-aber ich steh dazu!), alles das verbindet uns mit Lotte.

 

 

 

 

Moppel 1

 

Ein MB 608 (geboren in den 70er Jahren)

 mit Wohnwagen huckepack und Hörnern - ein echtes Unikat!

Gehörte zur Familie von 2000-2002

       

 

 

 

 

Moppel stand traurig und einsam auf einem Hof bei Alt Duvenstedt, bis wir ihn adoptierten. Er gehörte einem alten Herren, der viele Tränen vergossen hat, als wir ihn abholten. Von innen echt "Gelsenkirchener Barock" , wurde dann aber von innen "gepimpt". Von aussen haben wir dann unserer kreativen Ader freien Lauf gelassen -der Werner mit seiner Ische ist von Reiner. Hat uns viele potentielle Kunden auf einsamen Parkplätzen beschert, die bei der Feststellung, daß ein Mann auf dem Vordersitz sitzt , die Flucht ergriffen haben.......

Die Airbrush Verzierung ist von mir, leider habe ich dieses wirklich tolle Hobby nie vertieft.

Auf jeden Fall war der Dicke ein echter Hingucker, der uns auch bevorzugt nach Römö und nach Rovinj/ Kroatien  gebracht hat. Immer der Erste in der Schlange durch die Berge - prima,  wir hatten immer freie Sicht, im Gegensatz zu den Nachfolgenden, die leider in einer Abgaswolke die bergaufstrecken erdulden mußten.

 Lustige Erlebnisse mit den Kids, damals noch klein -"Mama, was wackelt da so?" (wer mit Kids unterwegs war kennt solche Augenblicke mit Herzstillstandsfaktor) und eben dieses Gefühl, daß unterwegs sein eben sein muß. 


 

 

Moppel 2

 

Ein Frankia 740, zugelassen 1986, mit  Fiat Ducato 2,5 Unterbau, Alko Chassis und Tandemachse, sowie automatischer Beregnungsanlage (zeitweise).

Sage und schreibe 75 PS, aber an die Staubildung bei bergauffahrten und das freundliche winken der Überholenden waren wir ja gewohnt.

 


 

Mit Moppel 2 verbindet uns so viel. Natürlich -als Dänemark Junkies- Römö mit Wind und Wellen und kiten, die Lust immer mehr unterwegs zu sein, Kunsthandwerkermärkte, unser "Ausstieg aus dem normalen Leben", mit Neuanfang in Holland, Heimweh nach Schleswig-Holstein und den Kids, Rückkehr nach Schleswig-Holstein mit dem Gedanken, daß Selbständigkeit das einzig Wahre ist und die Rückkehr nach Holland (kuriert) wo wir nun für immer bleiben möchten.

Aufenthalte im Ausland auf Werkstatthöfen - fand er toll, im Gegensatz zu uns.Beim Starten wollte er sanft geschaukelt werden, was immer wieder zu freundlichen Gesichtern ( Schadenfreude?) auf Wohnmobilstellplätzen geführt hat.

Er gab uns die Gelegenheit, den langsamsten Mechaniker Spaniens kennenzulernen, zu lernen, wie man Wachhunde mittels Freundlichkeit und Wurst besticht, ebenso wie die Erkenntnis, daß in Lyon weder Englisch noch Deutsch gesprochen wird.

  Als wir ihn weggeben mussten, weil er einfach zu viele Wehwehchen hatte, habe ich Rotz und Wasser geheult

 

 

Aber ich habe in dieser Zeit gelernt:

 

Ich brauche nur das zu tun, was ich will, und nicht, was die anderen von mir erwarten. In der Gemeinschaft ist es leicht, nach fremden Vorstellungen zu leben. In der Einsamkeit ist es leicht, nach eigenen Vorstellungen zu leben - aber bewundernswert ist nur der, der sich in der Gemeinschaft die Unabhängigkeit bewahrt.

Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882) 

 


 

Moppel 3

Nach einer kurzen "Durststrecke" auf dem Trockenen -sprich ohne Womo, weil wir mal wieder neu begonnen haben- kam Moppel 3 zu uns. Einsam und unbeachtet stand der Kleine auf dem Hof eines Betriebes.

Er sollte das erste Wohnmobil unseres neuen Lebens im Ausland sein.

Im Vergleich zu seinem 8m langen Vorgänger fehlte ihm das komplette "Schlafzimmer".

Das bedeutete Betten bauen in der Rundsitzecke hinten oder aber schlafen im Alkoven, was der "Gemütlichkeit" doch sehr abträglich war.

Wir sind eigentlich begeisterte "im Wohnmobil vorne Sitzer", von da hat man nun mal die beste Aussicht oder kann dort stundenlang über Gott und die Welt philosophieren. Da Moppelchen aber nun mal keine Drehsitze hatte und man sich in einer mehr oder weniger sportlich anmutenden Aktion durch den kleinen Durchgang (so ähnlich muß man sich im U-Boot fühlen) zwängen mußte, ist er nicht lange bei uns geblieben. (Man wird ja auch nicht jünger ;) )

Zwar haben wir fast überall, wo wir auftauchten, lächelnde Gesichter gesehen (Moment mal - die haben uns doch wohl nicht ausgelacht?!), aber er wurde dann bald ausgetauscht.

Er war auch das erste Womo, zu dem ich überhaupt keine Beziehung aufgebaut habe, darum fiel der Abschied nicht schwer.

Wartete doch schon der "Neue".


 

Moppel 4

 

 

Er heißt auch Moppel, und der einzige Nachteil bei Ihm ist, daß man "morgens beim Kaffeetrinken im Bett nicht aus dem Fenster gucken kann , wg. Hubbett vorne. Seinen ersten Wintereinsatz hat er gut bestanden, wenn man mal davon absieht, daß die Wasserleitung eingefroren war....Aber da konnte er nichts dafür, wenn das Gas - natürlich wie immer des nachts- alle war und man es erst morgens merkt......

 

So bleibt ein Womo im Winter, zumindest mit einem "Oudje" (womit ich mich eindeutig auf das Womo beziehe!!!!!!), doch immer noch was für echte "Hardcore-Wohnmobilisten". Viele schöne Touren folgten, u. a. unsere Bodenseetour mit überraschendem Ausgang....

 

Moppel 4 ist bis Sommer 2011 bei uns geblieben.....dann haben wir uns verliebt.....gerade alles neu gemacht, neue Vorhänge, Polster, Kupplung und und und...dann kam sie......

 

"La grande Dame" - hört auf den Namen "Charlotte"

 

 

Als sie zu uns kam war es schon spannend, hatte noch das eine oder andere Wehwehchen.....aber da sollten wir erst etwas später drauf kommen.

 

Okay, die Abenteuerverdrahtung der Stromkabel mit noch echten Keramiksicherungen passen wohl stilmäßig zu einem Oldtimer, aber erwiesen sich als nicht zeitgemäß....

 

Das der Herd und die Heizung nicht funktionierten und die Gasleitungen so alt wie Charlotte waren....., das Duschklo noch umgebaut werden mußte........

 

Aber dafür endlich wieder ein Womo mit Character........mit denm unverwechselbaren Gefühl, der direkte Draht war da.....

 

....ausserdem sind wir ja auch schon älter, da paßt Charlotte perfekt dazu. Anstatt im Sommer unterwegs zu sein, haben wir 2 Monate die Wochenenden  mit Umbauten verbracht....

 

Das Wort Reisemobil...kein Rasemobil...nimmt sie wörtlich.......80 km/h auf der Autobahn (naja -bergab mit Rückenwind dann auch mal 90 km/h). Die Brummifahrer werden durch uns gezwungen, Überholverbotsschilder zu mißachten. Im Moment überlegen wir, ob sie noch länger bei uns bleibt oder ob sie wegen der zu erwartenden Steuer auch für Oldtimer hier in Holland nicht besser ein neues zuhause in Deutschland oder Belgien bekommen sollte.....


Borsti Bürstner

 

 

Irgendwann brauchten wir ein schnelleres Fahrzeug, für eine Rundreise am Rande des Footprints von Astra 23.5,  in 1/2 Wochen durch Spanien, Portugal und Frankreich. Messungen für unsere Kunden machen. Charlotte mußte umziehen, wir wären mit ihr wohl nur bis Nordspanien in dieser Zeit gekommen. Also haben wir ein gutes neues Zuhause für sie gefunden nahe Birmingham. Der neue Besitzer hat sich in sie verliebt....so muß es sein... und hat sie mit genommen. Sie wohnt jetzt in einer Volkswagen Familie zusammen mit Otto, dem VW Bus und einem Race-Beetle....

 

Borsti war in einem traurigen Zustand als er zu uns kam. Es funktionierte innen so gut wie nix, bis auf die Beleuchtung. da Borsti dachte, er wäre ein Aquarium, hatte er auch noch 2 Wasserschäden , hinten und vorne.....Reiner hat ihn innerhalb kürzester Zeit innen auf Vordermann gebracht. Heizung...achne, die funktionierte ja......Boiler, Wasserpumpe, neue Dachluke hinten, Bett erhöht, damit ein Auszug für Klappboxen darunter paßte, Solaranlage aufs Dach, Umformer, alle  Lampen auf LED umgestellt.....usw.

Es mußte so schnell gehen, da wir mit Borsti großes geplant hatten: eine Meßfahrt mit 3 Satellitenanlagen auf dem Dach durch Frankreich, Spanien und Portugal. 5 1/2 Wochen lang.......

 


Er hat sich wirklich Mühe gegeben, nur manchmal roch er so komisch, nach verbranntem Gummi oder so......Gerade über die portugisisch-spanische Grenze, hat sich dann die Unterdruckpumpe des Bremskraftverstärkers ganz festgelaufen, daher auch immer der Geruch. In einer spanischen Allroundwerkstatt durch ein Teil vom Schrottplatz ersetz...und gut. Er hat uns  eine ganze Zeit zuverläßig überall hin gebracht, auch hier wieder viele tolle Momente gesammelt. Heiligabend im Stau in Paris, Camarque, Portugal im Wind und Regen, bei den Affen von Gibraltar, er hat viel gesehen in der Zeit.

Obwohl er sich so angestrengt hat......wir haben nie das "Jo, das ist er" Gefühl gehabt. Das hatte dann zur Folge, als er gerade Tiptop fertig war mit renovieren.....was soll ich sagen......wir haben uns verguckt......in Moppel.....

Er kam, sah und siegte. 

Borsti ins Internet gesetzt,  am selben Tag noch verkauft...jemand hat sich in ihn verliebt......und so zog er um....Richtung Nimwegen zu Leuten, wo er hin gehört.....so soll es sein!

 


Auch mit ihm haben wir viele wunderbare Momente erlebt, für immer in unseren Herzen....

We collect moments.......not things....

Weitehorizontesonnenuntergangsseelenglückswohlfühlglitzerweinwellenmomente.....



 

Moppel

....ohne Nummer....der Einzige und Wahre....

Eine Herzensangelegenheit.......er kam, sah und siegte.....

Das Zuhausegefühl ist beim ersten Tritt auf seine Stufen und beim ersten Blick nach drinnen da gewesen.

Er hat auf uns gewartet....und wir auf ihn.

Er hat das Potential um unsere Träume wahr werden zu lassen....Einraumscheune in Schleswig-Holstein, wg. Heimweh   ......Anhänger hinter Moppel und zu den Kunden fahren.....nach Spanien....Marokko.......wg. Fernweh.....

Ein neues Projekt mit viel Arbeit, aber er ist jede Minute wert.

Viele Touren warten auf uns. Die ersten hat er gut gemacht....nun denn...für die Abenteuerverdrahtung kann er nichts. Dann springt man schon mal nicht an, weil die Innenbeleuchtung über die Startbatterie geschaltet ist. Reiner wird auch das lösen.  Bad wird restauriert usw. Ich habe schon mal für Atmosphäre gesorgt, Blumen, Kissen...Bbei unserem Heimaturlaub war er inkontinent....das Alkovenfenster und die Aufhängung  der Markise haben Wasser durchgelassen, der Alkoven war geflutet, aber zum Glück haben die alten Polster alles aufgesaugt.

Viele Fotos zeigen seine Ankunft bei uns.

 

Fill your live with adventures, not things.

                           Have stories to tell....not stuff to show.....

 

Moppel hat seine eigene Facebook Community......es gibt schließlich viel zu erzählen....

to be continued......

VIVA LA VIDA LOCA.......